Du packst deinen Rucksack. Du buchst das Ticket. Und irgendwo in deinem Kopf taucht diese eine Frage auf, die du dir vielleicht noch nicht laut gestellt hast: Was, wenn ich da völlig alleine bin?
Spoiler: Das wird kurz so sein. Aber nicht lange.
Work and Travel und die Welt alleine erkunden ist eine der einsamsten und gleichzeitig sozialsten Erfahrungen, die du in deinen Zwanzigern machen kannst. Klingt widersprüchlich? Ist es auch. Aber genau das macht es so besonders.
Wer solo reist, lernt mehr Menschen kennen als jeder, der mit seiner Clique von zuhause unterwegs ist. Alleine reisen ist nicht einsam. Es macht dich offen für Leute, die du sonst nie getroffen hättest.
Heimweh kommt zuerst. Das ist normal.
Lass uns ehrlich sein: Die ersten Tage können hart sein. Neues Land, neue Sprache, neue Währung. Du weißt nicht, wo der nächste Supermarkt ist. Deine Freunde zuhause schicken Bilder vom Grillabend auf dem Balkon und du sitzt in einem Hostel-Zimmer mit sechs Fremden, die alle sehr laut schnarchen.
Das ist okay. Das ist sogar normal. Heimweh ist kein Zeichen, dass du falsch entschieden hast. Es ist ein Zeichen, dass du liebevolle Beziehungen hinterlassen hast. Das ist was Gutes.
Was sich ändert: nach ein paar Tagen. Manchmal nach ein paar Stunden. Weil da etwas Merkwürdiges passiert. Du gehst in die Hostel-Küche um dir Nudeln zu kochen. Und da sitzt jemand. Der kocht auch Nudeln. Und auf einmal redet ihr.
Warum unterwegs echte Verbindungen entstehen
Es gibt einen Grund, warum Freundschaften auf Reisen so schnell so tief werden: Alle haben das gleiche Level an Verletzlichkeit. Niemand kennt niemanden. Alle haben ihre komfortable Bubble verlassen. Alle sind offen.
Zuhause triffst du neue Menschen in festgelegten sozialen Kontexten: Arbeitskollegen, Kommilitonen, Freunde von Freunden. Da gelten ungeschriebene Regeln. Wie tief du redest. Wie viel du von dir zeigst. Wie ehrlich du bist.
Auf Reisen gibt es diese Regeln nicht. Oder zumindest: deutlich weniger davon. Du triffst jemanden im Hostel und vier Stunden später wisst ihr voneinander mehr als von manchen Leuten zuhause, die ihr schon seit Jahren kennt. Das ist keine Übertreibung.
Hostels sind keine Unterkünfte. Sie sind soziale Hubs. Besonders Common Areas, Gemeinschaftsküchen und organisierte Ausflüge sind dafür gemacht, dass Leute sich kennenlernen. Nutz das.
Was außerdem hilft: Ihr habt denselben Background. Ihr habt alle den Schritt gewagt, alleine loszufahren. Das verbindet sofort. Da ist eine stille Wertschätzung für die andere Person, noch bevor ihr ein Wort gewechselt habt.
Die Verbindungen, die bleiben
Nicht jede Reise-Bekanntschaft wird eine Freundschaft fürs Leben. Das ist auch okay. Manche Menschen begleitest du für einen Tag, manche für eine Woche, manche tauchen in deinem Leben immer wieder auf.
Aber die, die bleiben? Die bleiben wirklich. Reise-Freundschaften haben eine besondere Qualität, weil ihr euch in einem Moment kennengelernt habt, in dem beide am offensten waren. Ohne Masken, ohne Alltagsstress, ohne die ganzen gesellschaftlichen Rollen, die wir zuhause automatisch spielen.
Reisende, die sich für eine Woche in einem Hostel in Bali getroffen haben, schreiben sich noch Jahre später. Oder besuchen sich gegenseitig. Oder reisen zusammen, obwohl sie aus komplett verschiedenen Ländern kommen. Das klingt unglaublich, bis es dir selbst passiert.
In der PackPlanGo WhatsApp Community findest du Leute, die gerade auf Reisen sind oder planen zu gehen. Perfekt, um vorab Kontakte zu knüpfen, Reisetipps zu tauschen oder einfach zu wissen: du bist damit nicht alleine.
Was, wenn du trotzdem einsam bist?
Manchmal passiert das. Nicht jede Stadt ist Hostel-freundlich. Nicht jedes Airbnb hat eine Gemeinschaftsküche. Manchmal reist du durch, hast keinen Anschluss gefunden, und es fühlt sich an wie die schlimmste Entscheidung deines Lebens.
Hier sind ein paar Dinge, die konkret helfen:
- Wechsle die Unterkunft. Ein Party-Hostel oder ein Social Hostel hat eine komplett andere Energie als ein Budget-Hotel. Manchmal ist es so einfach.
- Geh auf Touren oder Free Walking Tours. Das sind die besten Orte um Gleichgesinnte zu treffen. Alle kommen alleine. Alle wollen reden.
- Nutze Apps wie Meetup oder Couchsurfing Events. Lokale Events, organisiert für Traveller und Locals. Klingt nerd, funktioniert.
- Sprich Menschen direkt an. Ja, das fühlt sich komisch an. Ja, es funktioniert trotzdem. Einfach: "Hey, ich bin neu hier. Hattest du schon mal Zeit die Stadt zu erkunden?"
- Schreib in Communities. Zum Beispiel in unserer WhatsApp Community. Da sind Leute, die gerade dasselbe durchmachen wie du.
Du wirst nicht alleine sein. Versprochen.
Die Angst vor Einsamkeit ist einer der häufigsten Gründe, warum Menschen den Schritt ins Abenteuer nicht wagen. Aber sie ist meistens unbegründet. Das Universum der Solo-Reisenden ist größer als du denkst, und es ist unglaublich offen für neue Gesichter.
Du wirst Menschen treffen, die deinen Humor haben. Leute, die dieselben Bücher lesen und dieselben schlechten Entscheidungen lieben. Menschen, denen das Fernweh genauso im Blut liegt wie dir.
Du musst nur den ersten Schritt machen. Den Rest erledigt die Reise.
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Content Creatorin und Online Marketing Managerin. Seit mehreren Jahren zwischen Australien und Südostasien unterwegs. Gründerin von PackPlanGo.